Human-Computer Interaction

Forschungsthemen in Stichworten:
  • Theorie der Mensch-Computer Interaktion
  • Wahrnehmung und Kognition
  • Benutzerfreundlichkeit, Benutzeroberflächen und Benutzererfahrung
  • Mobile und tragbare Interaktion
Die Mensch-Computer-Interaktion (HCI) findet an der Benutzeroberfläche statt. Die Gestaltung der Benutzererfahrung für eine effiziente (Nutzen), effektive (Benutzerfreundlichkeit) und angenehme Nutzung ist eine der wichtigsten Herausforderungen für Forscher und Anwender. Benutzerfreundlichkeit umfasst beispielsweise Lernfähigkeit, Effizienz, Einprägbarkeit, Fehler und Zufriedenheit. Wir müssen die physiologischen, psychologischen und allgemeinen Fähigkeiten berücksichtigen, die menschliche Benutzer für die Interaktion, den Kontext der Nutzung und alles andere, was einen Einfluss auf die Leistung des Benutzers hat, wie Stress, Müdigkeit und andere. Theorie der Mensch-Computer Interaktion: Die über den Forschungsstand hinausgehende Mensch-Computer-Interaktion beschäftigt sich mit der Konzeption, Erfindung und Umsetzung neuer Formen der Mensch-Computer-Interaktion oder der Übertragung von Technologien oder Interaktionsmethoden auf neue Anwendungsbereiche. Neuartige Formalisierungen des Problemraums sind erforderlich, und oft genug neuartige Mittel zur Bewertung der Interaktionsmethode im Nachhinein. Wir untersuchen, wie wir die Zusammenhänge zwischen Interaktionskonzept, menschlicher Informationsverarbeitung und Interaktion, Entscheidungsfindung und Aufgabenerfüllung formalisieren können. Ein Beispiel ist die Bewertung der Leistung der Texteingabe auf glatten Oberflächen im Bereich der visuellen see-through augmented reality (AR). Wahrnehmung und Kognition: Die Wahrnehmung betrifft die Fähigkeit des Menschen, seine Umwelt zu erfassen und für spätere kognitive Prozesse zu verarbeiten. Zu den Herausforderungen gehört es, Informationen so darzustellen, dass sie überhaupt wahrgenommen werden können, eindeutig wahrgenommen werden oder nicht falsch interpretiert werden können. Es geht auch um die Abrechnung mit den allgemeinen Wahrnehmungsfähigkeiten des Menschen (Sehen, Hören,...) und den individuellen Wahrnehmungsunterschieden aufgrund von Alter, Bildung, kulturellem Hintergrund, sensorischen Defekten und anderen Faktoren. Eine Benutzeroberfläche sollte in der Lage sein, eine optimale Wahrnehmung zu ermöglichen, so dass die Informationswahrnehmung für jeden Benutzer schnell und klar ist. Kognition bezieht sich auf die Fähigkeit des Menschen, zu denken, sich zu erinnern, zu verstehen, abzuleiten und Lösungen für Probleme zu finden. Richtig wahrgenommene Informationen sind nur die Grundlage für kognitive Prozesse. Wenn ein Abruf von Informationen erforderlich ist oder das Lernen nicht gut unterstützt wird, steigt die kognitive Belastung im Kopf des Benutzers und hinterlässt weniger Ressourcen für tieferes Denken oder Problemlösen, was sowohl für den täglichen Betrieb als auch für den Umgang mit Notsituationen entscheidend ist. Benutzerfreundlichkeit, Benutzeroberflächen und Benutzererfahrung: Sinnlose Fehlermeldungen, unhöfliche Dialoge, falsche oder irreführende Informationen - wir alle kennen diese Probleme bei der Nutzung von Computersystemen. Die Herausforderung der Usability-Forschung und des User Experience Designs besteht darin, dem Benutzer einen optimalen Interaktionspunkt zu bieten. Damit wird anerkannt, dass die Leistung der Mensch-Computer-Interaktion durch die gemeinsame Leistung von Computer und Benutzeroberfläche definiert wird. Konsistenz in Design und Formulierung, Lesbarkeit, Klarheit und Anwendungskontext sind nur einige Einflussfaktoren. Wir erforschen das Design von Interfaces und bewerten deren Verwendung mit formalen Methoden, die vom Prototyping über das Skizzieren, funktionale Prototypen bis hin zum vollständigen Design von Benutzeroberflächen reichen, und wenden Methoden aus der Statistik an, um harte mathematische Daten zum Vergleich abzuleiten. Wir forschen insbesondere an Benutzeroberflächen in den Schwerpunktbereichen, wenden sie aber auch in der projektbezogenen Entwicklung an.