Allgemeine Informationen zur Lehrveranstaltung "Digital Healthcare" (6047V und 6047UE)

Vorlesungstyp: Pflichtveranstaltung
Abhaltung im Sommersemester
Veranstaltungsnummer: Vorlesung: 6047V und Übung: 6047UE
Wochenstunden: 4 (2 SWS Vorlesung, 2 SWS Übung, 0 Praktikum)
ECTS-Credits: 6,0
Vorlesung 1: Mo., 12:00 - 14:00,
Übung: Mi., 10:00 - 12:00,
Erwartete Teilnehmerzahl: ca. 10
Beginn der Vorlesung: 17.04.2023
Beginn der Übung: 24.04.2023

Angaben zur Abhaltung

Inhalt:Allgemeiner Hintergrund und soziokulturelle Aspekte:
• Historische Entwicklung zu Evidence Based Care
• Demokratisierung der Gesundheit/Gesundheitsvorsorge
• Risiken und Chancen von Digital Healthcare
Gesundheitsdaten (Theorie)
• Big Data
• Productivity Paradox
• Change-Management
Gesundheitsdaten (Praxis)
• Analyse eines Herz-EKG
• Vorverarbeitung (z.B. SAX)
• Statistische Auswertung (z.B. Student-T, Chi-Square)
• Anomalie-Erkennung
• Visualisierung
Studien
• Rechtliche Rahmenbedingungen (z.B. informed consent)
• Ethikanträge
• Design
• Durchführung
• Auswertung
Sicherheit
• Safety vs. Security
• Advanced Persistent Threats im medizinischen Sektor
• Phishing, Spearphishing, Ransomware
• Schutzvorkehrungen (z.B. AES)
Elektronische Patientenakten und Privatsphäre
• Aufbau einer EPA
• Datenquellen (z.B. Smartphones, Tracker, Genetische
Datenbanken)
• Gefährdung durch Daten (gläserner Patient)
Rechtliches
• Digitale-Versorgung-Gesetz
• Medizinproduktgesetz
• UMDNS, EDMS, GMDN
Hardware
• Medical Devices
• Zertifizierung von Medizinprodukten
Software
• Anwendungsbereiche von Medizinsoftware
• Guidelines für Gesundheitsapps
• Konzeption einer App
Praktische Anwendung der Inhalte in den Präsenzübungen und
sowie selbständige Vertiefung durch Bearbeitung der Übungsaufgaben
 
Inhaltliche Voraussetzungen (erwartete Kenntnisse):
Empfohlene Voraussetzungen (erwartete Kenntnisse):
Ziel (erwartete Lernergebnisse und erworbene Kompetenzen):
Kenntnisse:
Methoden und Werkzeuge kennen, um Daten im Bereich Digital Health zu erfassen, zu verarbeiten und zu bewerten unter
Berücksichtigung der besonderen Anforderungen an Sicherheit und Vertraulichkeit die an personen- und gesundheitsbezogenen sensiblen Daten gestellt werden. Die Studierenden kennen den grundlegend Entwicklungsstand im Bereich Digitalisierung im Gesundheitswesen. An Hand von Beispielbereichen
wie Rettungsdienst und persönlichen Gesundheit wird dieser
exemplarisch vermittelt und vertieft.
Die Studierenden erhalten einen Überblick über die Strukturen
und Formate, in denen Gesundheitsdaten vorliegen können, sowie die zugehörigen rechtlichen Rahmenbedingungen.
Kompetenzen:
können Prototypen für mögliche Anwendungen und Systeme
entwerfen und beschreiben und grundlegend mit Hilfe von
geeigneten Prototyping-Werkzeugen beschreiben. Die hierfür notwendigen Vorgehensweisen, Methoden und Werkzeuge, zum Beispiel zur Entwicklung von „Gesundheits-Apps“,
werden beherrscht und können von den Studierenden eingesetzt werden. Die Studierenden besitzen die Kompetenzen zur
Konzipierung, Durchführung und Evaluation von Studien, und
können bestehende Studienergebnisse grundlegend bewerten.
Grundlegende sicherheitstechnische, rechtliche und ethische
Aspekte bei der Umsetzung von Projekten im Bereich des Digital Healthcare sind den Studierenden bekannt und im Rahmen
von Entwicklungstätigkeiten beachtet und die verschiedenen
Phasen integriert.
Unterrichts-/Lehrsprachen:
Abhaltungstermine:
Teilnahmekriterien & Anmeldung:

Angaben zur Prüfung

Beurteilungsschema (Bewertungsmethode, Prüfungsmodus): Schriftliche Dokumentation in Form eines technischen Berichts, mündliche Präsentationen zu den Arbeitspaketen die durch geeignete Medien (z.B. Folien) unterstützt werden, dokumentierter und funktionsfähiger Quelltext inkl. aller zur Demonstration notwendigen Informationen, sowie einer Systemdemonstration im Rahmen des Abschlusskolloquiums.
Prüfungstermine & Anmeldung: wird bekanntgegeben.
Anzahl der Prüfungstermine im Semester: 1

Sonstige Bestimmungen

Anwesenheitspflicht: Für die Kolloquien im Rahmen des Praktikums besteht Anwesenheitspflicht.
  Begründung:
  Im Praktikum arbeiten die Teams von Studierenden an einem größeren Projekt über das ganze Semester hindurch. Es zu jedem Arbeitspaket ein Kolloquium statt, in denen über die Fortschritte berichtet, aufgetretene Probleme ausgetauscht und ihre Lösungen diskutiert werden; am Ende findet ein Abschlusskolloquium statt. Wird keine umfassende Anwesenheit bei den Kolloquien gefordert, wird die Kompetenz nicht geübt, vor anderen Studierenden zu präsentieren und auf ihre Fragen und Anmerkungen (und nicht nur die des Dozenten) einzugehen und diese zu diskutieren. Die Kompetenz, die präsentierten Inhalte zu analysieren, bewerten und kritisch zu diskutieren ist eine wesentliche Anwendung der Lehrveranstaltungsinhalte die nur bei Präsenz eingeübt werden kann. Die vereinzelte Abwesenheit aus nicht vom Studierenden zu vertretenden und nachgewiesenen Gründen ist möglich.
  Darüber hinaus kann die spezifische Aufgabenstellung besondere Ausstattung erfordern, die nur in den Laboren und Räumen der Universität in geeigneter Weise zur Verfügung steht. Ferner ist ggf. eine direkte Betreuung und Unterweisung an speziellen Geräten notwendig. Daher ist bei spezifischen Aufgabenstellung eine Bearbeitung außerhalb dieses Kontextes nicht möglich und die Anwesenheit dann zwingende Voraussetzung für die erfolgreiche Bearbeitung. Andernfalls ist die erfolgreiche Teilnahme an der Lehrveranstaltung gefährdet.

Weitere Informationen

StudIP: https://studip.uni-passau.de/studip/dispatch.php/course/overview?cid=ccebd732013389f9c05f6e36a4bcb481
Wiki: -
Moodle: -
Empfohlene Fachliteratur: Wird vom Dozent / von der Dozentin bekannt gegeben.
  Die Literatur wird in Abhängigkeit der konkreten Aufgabenstellung ausgewählt und bekanntgegeben.