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MA/BA Student Titel
MA Amelie Ludwig Passive Datenerfassung versus Selbstbeobachtung zur Phasenerkennung bei bipolarer Störung

25.06.2022

Passive Datenerfassung versus Selbstbeobachtung zur Phasenerkennung bei bipolarer Störung

Beschreibung der Studie

In dieser Online-Umfrage geht es darum, wie Betroffene der Erkrankung "bipolare Störung" (bipolare affektive Störung, ICD-10 Klassifizierung F31) über das Thema "Selbstbeobachtung und passive Datenerfassung zur Phasenerkennung" denken und welche Erfahrungen sie bereits damit gemacht haben. Das Ziel der Studie ist die differenzierte Betrachtung und Diskussion, inwiefern passive Datenerfassung und aktive Selbstbeobachtung zur Phasenerkennung für Personen mit bipolarer Störung anwendbar sind. Dazu werden den Betroffenen mehrere Fragen zu ihren Erfahrungen, ihrer Sicht und ihrem Wissen über diesen Themenbereich gestellt.

Teilnahmebedingungen

Die Studie wendet sich an alle Personen mit der ärztlich gestellten Diagnose "bipolare Störung" (bipolare affektive Störung, ICD-10 Klassifizierung F31), die zusätzlich die untenstehenden Einschlusskriterien erfüllen. Vorwissen zu dem Thema wird nicht benötigt. Wer zusätzlich zur Diagnose die folgenden Punkte erfüllt, ist herzlich eingeladen an der Studie teilzunehmen.

  • Ich bin volljährig und uneingeschränkt geschäftsfähig.
  • Ich bin seit mindestens 6 Monaten nach eigenem Ermessen phasenfrei.
  • Ich bin seit mindestens 6 Monaten nicht mehr in stationärer Behandlung gewesen.

Art und Umfang des Fragebogens

Der Fragebogen umfasst Skalen zum Ankreuzen und offene Fragen. Die Bearbeitung dauert etwa 25-40 Minuten.

Teilnahme

Hier entlang: [https://ww3.unipark.de/uc/eisma/]

Durchführende

Studienleitung: Amelie Ludwig, Kontakt: amelie.ludwig@uni-passau.de
Studienverantwortlicher: Prof. Dr. Matthias Kranz

Organisatorische und formale Korrektheit

Hier geht alles mit rechten Dingen zu. Die Durchführung der Studie wurde genehmigt durch die Ethikkommission der Universität Passau.

FAQs

Was ist mit "passive Datenerfassung" und "aktive Selbstbeobachtung" gemeint?

Unter "aktiver Selbstbeobachtung" ist eine nach innen, auf das eigene Bewusstsein und die psychischen Vorgänge gerichtete Beobachtung gemeint, welche durch die sich selbst beobachtende Person aktiv aufgezeichnet wird. Das kann in Form von Papier und Stift, oder auch digital erfolgen. Ein Beispiel für aktive Selbstbeobachtung ist das Führen von Stimmungstagebüchern. Nicht gemeint sind dabei Aufzeichnungen, die keine aktiven Einträge durch den Nutzer erfordern, wie beispielsweise ein Schrittzähler.

Unter "passiver Datenerfassung" verstehen wir eine Erfassung eines bestimmten Aspekts im täglichen Leben der Person, welche keine aktive Handlung zur Erfassung durch die Person erfordert. Ein Beispiel für passive Datenerfassung ist das Aufzeichnen von Schlafdaten durch eine Smartwatch oder die Aufzeichnung von Schritten durch das Smartphone.

Was haben Sie davon? Gibt es eine Aufwandsentschädigung?

Sie haben keinen unmittelbaren Nutzen aus der Studie, außer dass das Thema interessant ist. Es gibt auch keine Aufwandsentschädigung für die Teilnahme an der Studie. Für die Zukunft hoffe ich allerdings, empirisch fundierte Empfehlungen für Applikationen im Bereich der Selbstbeobachtung und der passiven Datenerfassung erarbeiten zu können, die vor allem Personen mit der Diagnose "bipolare Störung" in der Zukunft zugutekommen könnten.

Gibt es Nebenwirkungen?

Im Lauf des Fragebogens werden einige Fragen gestellt, die Ihre persönlichen, subjektiven Erfahrungen mit Selbstbeobachtung und passivem Datenerfassen beinhalten. In dieser Situation ist es möglich, dass das Erinnern an Erfahrungen psychisches Unwohlsein auslöst. Sollten Sie das Gefühl haben, Hilfe zu benötigen, dann zögern Sie nicht mit der Kontaktaufnahme geeigneter Beratungsstellen. Eine Liste von diesen Beratungsstellen finden Sie hier.

Ist die Teilnahme freiwillig? Können Sie jederzeit aufhören?

Ja, die Teilnahme ist vollkommen freiwillig. Während des Fragebogens kann die Befragung jederzeit beendet werden. Es entstehen Ihnen keinerlei Nachteile, wenn Sie sich entschließen, die Teilnahme vorzeitig zu beenden.

Welche Daten werden von Ihnen gesammelt?

Zu Beginn der Umfrage wollen wir einerseits nähere Informationen zu Ihrer Person abfragen, um dadurch bei den Ergebnissen auch weitere Faktoren (Alter, Geschlecht) einzubeziehen und so die Aussagekraft der Studienergebnisse verbessern zu können. Andererseits werden wir im Lauf des Fragebogens bestimmte Gesundheitsdaten abfragen. Diese Gesundheitsdaten umfassen Ihre Diagnose bezüglich der Erkrankung "bipolare Störung", die Auftrittshäufigkeit einzelner Phasen vor und nach der Diagnose, die Dauer und Art der aktuellen Phase, die Häufigkeit der erkrankungsbedingten stationären Therapieaufenthalte, die Zeitspanne seit dem letzten stationären Therapieaufenthalt, sowie eine Frage zum Vorliegen einer Achse-2 Störung (nach DSM-5). Diese Information hilft uns, Unterschiede zwischen den einzelnen Subtypen der Erkrankung zu erkennen und zu analysieren, sowie die weiteren Angaben aus dem Fragebogen detaillierter auswerten zu können.

Wo und wie werden Ihre Daten gespeichert?

Die Daten werden anonymisiert erhoben, eine Zuordnung zu Personen ist nicht möglich. Ihre Daten werden online DSVGO-konform über die Unipark-Software der Firma Questback gesammelt. Die weitere Verarbeitung und Speicherung der Daten findet ausschließlich auf Rechnern der Universität Passau statt. Hier können Sie die Einverständnis- und Datenschutzerklärung zur Einsicht herunterladen.

Dokumente zum Download