Design and Implementation of an Android Application for the retrospective Exploration of Lifelogging Data

Stefan Bildl

Bachelorarbeit: Design and Implementation of an Android Application for the retrospective Exploration of Lifelogging Data
Betreuer: Marion Koelle
Datum: 01/2016

Motivation

Der Begriff Lifelogging bezeichnet den gesellschaftlichen Trend zur digitalen Lebensprotokollierung. Am Körper getragene Sensoren, wie beispielsweise Kameras, zeichnen automatisch die Umgebung des Nutzers auf und erstellen ein umfassendes Archiv über Ereignisse und Momente im Leben des Lifeloggers.

Abbildung 1:
Ein aktuelles Beispiel für eine Lifelogging Kamera:
Narrative Clip 2 (http://getnarrative.com/)

Die Menge an Bildern oder Videos, die mit regelmäßiger Nutzung einer Lifelogging Kamera wie dem Narrative Clip einhergeht, kann sehr schnell unübersichtliche Ausmaße annehmen. Dies führt letztendlich dazu, dass die eigentliche Aufgabe eines solchen LifeloggingSystems, das Gedächtnis des Nutzers zu unterstützen, nicht ausreichend erfüllt werden kann. Um es Lifeloggern einfacher zu machen, ihren visuellen Lifelog zu handhaben, wurde eine Android App entwickelt, welche die Strukturierung des Lifelogs erleichtert und dessen Übersichtlichkeit verbessert.

Zusammenfassung

Um herauszufinden, wie Menschen bei der Strukturierung einer großen Bildermenge intuitiv vorgehen, wurde eine Fokusgruppenstudie durchgeführt. Die gewonnenen Erkenntnisse flossen in das Design und die Implementierung einer neuartigen Lifelogging Applikation ein, welche den Nutzer aktiv bei der Handhabung des Lifelogs unterstützt.

Abbildung 2: Die Benutzeroberfläche wurde in einem iterativen Designprozess entworfen und schrittweise verbessert

 

Die AndroidApp kann automatisch motivabhängige Bildervorschläge zu benutzerdefinierten Bildergruppen liefern. Hierbei werden Methoden des maschinellen Lernens und das auf lokale Bildmerkmale basierende BagofFeature Verfahren angewandt, um die Motive existierender Bildergruppen zu erlernen und ähnliche Bilder aus dem Lifelog zu extrahieren. Durch intuitive Formen der Benutzerinteraktion wie DragandDrop oder Wischgesten soll es dem Nutzer zusätzlich erleichtert werden, seine Lifelogging Fotos in eine für ihn sinnvolle Ordnung zu bringen.

Ausblick

In einer Nutzerstudie könnte ggf. das implementierte Systems evaluiert werden und mit existierenden Lifelogging Lösungen verglichen werden. Weiterhin könnte die hier vorgeschlagene Strukturierung des Lifelogs durch eine Kombination mit einer intelligenter ereignisbasierten Segmentierung weiter verbessert werden. Auch die Klassifizierung wäre ein Ansatzpunkt für weitere Optimierungen.